Kapelle Architektur

Die Architektur

Die Kapelle ist Teil des umgebauten sogenannten Forums, das als Tagungszentrum neugestaltet wurde. Dieses Gebäude ist das älteste auf dem Meedland-Gelände und war früher unter anderem Küche und Speisesaal der deutschen Wachmannschaften des Lagers für sowjetische Kriegsgefangene, das sich auf unserem Areal befand. Es stellt somit eine "historische Verbindung" dar. Der kreisrunde Raum steht zur einen Hälfte im alten Gebäude, zur anderen außerhalb. Der neu gebaute Giebel markiert die Grenze zwischen alt und neu. Die unverputzten, geweißten Backsteinwände werden durchbrochen von einem schmalen, vertikalen Fensterband, dem "Karfreitags-Fenster". Rechts und links außerhalb der Kapelle stellen zwei weitere vertikale Fensterbänder die Verbindung zwischen Alt und Neu dar. Der Fußboden aus Industrieparkett ist in der Kapelle auf das Karfreitags-Fenster ausgerichtet. Während der alte Bereich eine flache, weiße Decke aufweist, öffnet sich im neuen Bereich ein Glasdach und gibt weiten Raum nach oben. Es stützt sich am neuen Giebel ab und wird durch Holzbalken getragen, die verstärkt sind durch Edelstahlstreben mit Drahtabspannung. Im Giebel befindet sich ein weiteres schmales Fenster aus violettem Glas mit schmalen, farblosen Glaseinsatz. Der breite Eingang führt die Kreisform weiter und wird durch gebogene Glastüren gebildet.

Die Kapelle soll neben der eigentlichen Nutzung als Andachts- und Meditationsraum auch ein Gedenkort für die Sowjetsoldaten sein, die während ihrer Gefangenschaft 1941/42 auf dem Meedland-Gelände starben.